Informationen zum Sonnenschutz

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Beim Sonnenschutz sollte auf die folgenden drei wichtigen Dinge geachtet werden

1. Schatten suchen – raus aus der Sonne

Die wichtigste Grundregel: vor allem in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr, gilt es die Sonne zu meiden und sich im Schatten aufzuhalten. Zu dieser Zeit ist die UV-Strahlung am höchsten. Doch auch im Schatten erreichen uns noch 50% der UV-Strahlen. Deswegen ist es empfehlenswert, sich an Tagen mit besonders intensiver UV-Strahlung (ab einem UV-Index von 8) zur Mittagszeit im Haus aufzuhalten. Den UV-Index kann man online und in vielen Wetter-Apps nachsehen.

2. Textiler Sonnenschutz

Die richtige Bekleidung kann bereits viele UV-Strahlen abschirmen. Dunkle Kleidung bietet dabei mehr Schutz als helle. Die Kleidung sollte möglichst lang und luftig sein, sodass viele Körperstellen, wie z.B. die Schultern oder Oberschenkel, bedeckt sind. Für Kinder empfiehlt sich ein Sonnenhut mit breiter Krempe und Nackenschutz, welcher nach dem UV-Standard 801 zertifiziert ist. Der UV-Standard 801 zeichnet Bekleidungs- und Beschattungstextilien unter Belastung mit einem Lichtschutzfaktor aus.

Auch die Augen sollten geschützt werden. Beim Kauf einer Sonnenbrille ist darauf zu achten, dass sie über einen Breitband-UV-400 Schutz verfügt. Der Blendschutzfaktor besagt, wie lichtdurchlässig die Sonnenbrille ist und lässt sich in Kategorie 0 bis 4 einteilen. Für unsere Breitengrade ist ein Blendschutzfaktor  der Kategorie 2 oder 3 zu empfehlen. Laut Bundesamt für Strahlenschutz, welches regelmäßig Sonnenbrillen auf ihren UV-Schutz überprüft, sind alle in Deutschland zu erwerbenden Sonnenbrillen mit einem entsprechenden UV-Schutz ausgestattet. Jedoch sollte davon abgesehen werden, günstige Imitate im Ausland zu erwerben, da diese unter Umständen nicht über einen entsprechenden UV-Schutz verfügen.

3. Sonnencreme

Für den vollständigen Sonnenschutz ist Sonnencreme unerlässlich. Kinder sollten erst ab dem Alter von einem Jahr eingecremt werden, da die Haut vorher noch zu dünn und durchlässig ist und die Stoffe aus der Sonnencreme in den Körper aufnimmt. Kinder unter einem Jahr sollten sich demnach gar nicht in der Sonne aufhalten und bei ihnen ist unbedingt auf physikalischen Sonnenschutz zu achten. Also bitte unbedingt beherzigen: Kinder unter einem Jahr gehören nicht in die Sonne!

Für Kinder ab einem Jahr sollte Sonnencreme mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor, das heißt mindestens 30 oder besser 50 verwendet werden. Der Lichtschutzfaktor besagt, wie lange man multipliziert mit der Eigenschutzzeit in der Sonne verweilen kann, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden. Kinder haben aufgrund ihrer dünnen Haut nur eine Eigenschutzzeit von 5 bis 10 Minuten. Dermatologen empfehlen jedoch, diese „Schutzzeit“ nur zu 2/3 auszunutzen. Es empfiehlt sich außerdem, spezielle Sonnencremes für Kinder zu benutzen, da diese auf Duftstoffe verzichten und ein geringeres Allergierisiko haben. Sonnencreme sollte immer reichlich aufgetragen werden. Durch Schwitzen, Wasser und Abrieb nutzt sich die Sonnencreme im Laufe des Tages ab, weswegen mehrmals täglich nachgecremt werden sollte. Die Schutzzeit lässt sich durch Nachcremen jedoch nicht verlängern, sondern bleibt nur erhalten!

Sonnencremes erzielen ihre Wirkung entweder durch chemische Filter oder durch mineralische Filter. Chemische Filter dringen in die Haut ein und wandeln die Sonnenstrahlen in Wärme um. Mineralische Filter legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und reflektieren das Sonnenlicht. Dadurch haben die mineralischen Filter oft einen „Weißel-Effekt“. Die meisten Sonnencremes bedienen sich heutzutage sowohl chemischer als auch mineralischer Filter. Damit die Sonnencreme ihre Wirkung gänzlich entfalten kann, sollte sie 30 Minuten vor dem Sonnenaufenthalt aufgetragen werden.

…. und Erwachsene haben eine Vorbildfunktion für ihre Kinder.

 

Eine gute Sonnencreme muss nicht teuer sein. In den Ergebnissen für Sonnenschutzprodukte bei Kindern von Stiftung Warentest von Juli 2020 wurden beispielweise die Marken Cien Sun Kids Sonnencreme (Lidl), Lavozon Kids Med Sonnenmilch (Müller) und Sunozon Kids Sonnenspray (Rossmann) mit dem Qualitätsurteil „Sehr gut“ ausgezeichnet. Alle enthalten einen LSF von 50 oder 50+. Weitere mit „Gut“ ausgezeichneten Sonnenschutzprodukte sind von den Marken Bübchen, Eucerin, La Roche-Posay, Cetaphil, Avène und dm erhältlich.

Für Erwachsene sind die Testsieger dm Sundance Sensitiv Sonnenbalsam (LSF 30), Sun D’Or Sonnenmilch (LSF 50), Müller Lavozon Sonnenmilch (LSF 30) und Rossmann Sunozon Sonnenspray (LSF 30). Bitte beachten Sie, dass eine ausreichende Menge an Produkt aufgetragen werden muss, um den vollständigen Schutz zu erreichen.